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Das Heinzelwerk - Mülheim ist sehr aktiv

Ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe in der Stadt

Gegenseitige Hilfe bei einfachen Alltagsarbeiten ist in einer Dorfgemeinschaft selbstverständlich. Aber funktioniert das auch in einer großen Stadt wie Mülheim an der Ruhr?

Aufgrund der Erfahrungen seit 2009 kann man festhalten, dass der Bedarf gerade in einer Stadt groß ist. Zahlreiche Menschen (Ältere, Behinderte, Bedürftige) sind auf unkonventionelle, ehrenamtliche Hilfe angewiesen. Ein Stuhl ist  aus dem Leim gegangen, die Dichtung im Wasserhahn marode oder die Glühbirne  durchgebrannt. Das Regal wackelt, die Türe klemmt oder das Bild muss an die Wand.

Einfache Alltagsarbeiten, die viele im Nu erledigen, stellen oft ältere und behinderte Menschen vor große Probleme.
Für viele, die in wirtschaftliche Not geraten sind, spielt auch Geld eine große Rolle, so dass sie selbst solche einfache Arbeiten nicht bezahlen können.

Auf der anderen Seite  gibt es in einer großen Stadt auch ein Potential an geschickten, handwerklich begabten Menschen, die anderen unkonventionell und ehrenamtlich helfen wollen.

Das Heinzelwerk führt beide Gruppen zusammen und war auch im vergangenen Jahr wieder sehr aktiv.

Welche Arbeiten macht das Heinzelwerk?

Es werden einfache Tätigkeiten im Sinne einer Nachbarschaftshilfe durchgeführt.
Zum Beispiel: Türscharnier ölen, Schublade richten, Stuhlbein befestigen, Bild aufhängen, Wasserhahn dichten, Lampe anschließen, Glühbirne auswechseln, Regal befestigen.

Umfangreichere  Arbeiten wie beispielsweise Malerarbeiten, das Verlegen von Teppichböden oder Laminat sowie Arbeiten an fest installierten Gas-, Wasser- oder Elektroleitungen sind ausgeschlossen. Das Heinzelwerk will den lokalen Betrieben keine Konkurrenz machen.
Die Ehrenamtlichen sehen ihren Einsatz als „Nachbarschaftshilfe“. Und sind sie selbst mit ihrem Latein am Ende, beraten und unterstützen sie beim Gespräch mit den professionellen Handwerkern.

Organisation

In einer Stadt  muss eine solche Hilfe naturgemäß anders organisiert sein als auf dem Dorf. Während dort noch die einfache Mund zu Mund- Propaganda ausreicht, ist in der Stadt eine feste Anlaufstelle notwendig.
In Mülheim ist dies das Diakonische Werk im Evangelischen Kirchenkreis an der Ruhr. Die Telefonzentrale der Diakonie (0208/ 3003- 277) nimmt die Hilfeanfragen an und leitet diese an die Heinzelwerker weiter.
Über einen verschlüsselten Zugang kann sich dann jeder Heinzelwerker über die anstehenden Anfragen/Arbeiten informieren. Er sucht sich dann die Arbeiten aus, die seinen Fähigkeiten entsprechen und für die er Zeit hat. Anschließend vereinbart er mit dem Hilfesuchenden telefonisch einen Arbeitstermin. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass mit den persönlichen Daten der Klienten kein Missbrauch getrieben werden kann.

Es gibt aber noch zweite Anlaufstelle, das Centrum für bürgerschaftliches Engagement e.V. (CBE).
An das CBE (0208/97068-13) wenden sich alle die Damen und Herren, die im Heinzelwerk mitarbeiten wollen.
Telefonnummern und Ansprechpartner finden Sie in den nebenstehenden Kästen.

Beide Einrichtungen (Diakonie und CBE) bilden gemeinsam die Dachorganisation des Heinzelwerkes und sind auch dessen gemeinnützige Träger.

Wer arbeitet mit im Heinzelwerk?

Im Heinzelwerk arbeiten Damen und Herren mit, die Spaß an einfachen, handwerklichen Arbeiten haben und einen Teil ihrer freien Zeit in diese dringend benötigte Hilfe investieren wollen.
Das Spektrum der Mitwirkenden reicht dabei von jungen Leuten, die mitten im Berufsleben stehen bis hin zum pensionierten Handwerker, der auch im Ruhestand noch mit seiner Fachkompetenz und Erfahrung helfen will.

Neben den eigentlichen Arbeiten ist aber der Sozialkontakt zu den Hilfesuchenden wichtig. Oft gibt es nach getaner Arbeit noch Zeit für ein gutes Gespräch.

Die Heinzelwerker treffen sich einmal im Monat um sich über anstehende Arbeiten und die gesammelten Erfahrungen auszutauschen.

Aktuelle ehrenamtliche Angebote für Geflüchtete

Die Liste ehrenamtlicher Angebote für Geflüchtete ist aktualisiert und bei uns veröffentlicht!

Für mehr als 2000 vor dem Krieg in der Ukraine geflüchteten Menschen ist Mülheim ein Zufluchtsort geworden. Hilfe erhalten die Geflüchteten von zahlreichen ehrenamtlichen Initiativen, die sich an den Gemeinschaftsunterkünften, bei Vereinen und Verbänden und dezentral in den Stadtteilen gegründet haben. 

Mit der “Willkommens-Karte” bietet das Netzwerk Integration Mülheim den Geflüchteten einen Überblick über die aktuellen Angebote. Drei QR-Codes leiten die Hilfesuchenden auf Homepages mit wichtigen Informationen für das Einleben in Mülheim weiter. 

Durch einen der QR-Codes gelangt man auf eine ukrainisch-sprachige Seite beim Centrum für bürgerschaftliches Engagement e.V. (CBE) auf welcher die ehrenamtlichen Aktivitäten zu finden sind. Dort stehen Informationen zu ehrenamtlichen Angeboten wie, Willkommens-Cafés, Alltagshilfen, Sprachangebote, Freizeitangebote, Begleitung und Unterstützung. 

Die Liste mit den Angeboten ist aktualisiert und wird auf vier Sprachen zum Lesen bereitgestellt.  Mehr als 50 Angebote aus Vereinen, Einrichtungen und Initiativen aus ganz Mülheim sind dort gesammelt.  

Zur ukrainischen Seite mit den Angeboten

Download der Angebote in deutscher Sprache (PDF)