Kompetenzen lernen und Leben gestalten:

KLUG

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Bildung

Ehrenamtliche engagieren sich für Schüler*innen

Für die coole Idee einen Zuhörer haben, für die Träume einen Entdecker an der Seite, für die vorsichtigen Wünsche einen Ermutiger finden? Viele junge Menschen entwickeln durch Vorbilder Energien, die sie selbst nicht kennen. Vielleicht weil ihr direktes Umfeld keine Perspektive dafür gibt. Damit  Erfahrungen möglich gemacht und Potentiale genutzt werden, gibt es das Projekt: KLUG.

40 Ehrenamtliche begleiten aktiv Schüler*innen in wöchentlichen Förderstunden an weiterführenden Schulen. Dabei vermitteln sie den jungen Menschen in Kleingruppen Fähigkeiten zu fachbezogenen oder lebensweltlichen Themen. Sie tauschen Ideen für den Alltag aus, schenken Aufmerksamkeit und Zuversicht, geben Anregungen aufgrund ihrer Lebenserfahrung und eröffnen Möglichkeiten.

Viele Jugendlichen finden die Treffen spannend, weil ein Erwachsener auf ihre Bedürfnisse eingeht. Sie lernen im Austausch mit Ehrenamtlichen ihre eigenen Interessen besser kennen und bekommen durch den Rückenwind von außen einen besseren Zugang zu einer selbstbestimmten Lebensgestaltung und zu einer guten Bildungskarriere.

Die Ehrenamtlichen eröffnen damit neue Chancen für die jungen Menschen und viele freuen sich, selbst Neues hinzuzulernen. Schüler*innen und Freiwillige begegnen sich auf Augenhöhe, nehmen freiwillig teil und können ihre eigenen Ideen mitbringen: ob im handwerklichen oder künstlerischen Bereich oder bei Entspannungstechniken, Tanzen oder Briefe schreiben.

Aktuell gibt es Angebote in Judo, Schach, Kochen, Mathe, Englisch, Deutsch- und Leseförderung. Wir kooperieren mit der Realschule an der Mellinghofer Straße, der Realschule Stadtmitte und der Schule am Hexbachtal.

Nach dem Abitur "etwas Gutes tun"

Nach dem Abitur „etwas Gutes tun“ und gleichzeitig „ein bisschen mehr Selbstvertrauen zu bekommen“, waren die Motive für ein Ehrenamt, mit denen Katharina Wahl im September 2018 ins CBE zur Allgemeinen Beratung kam. Sie schwankte bei der Entscheidung zwischen „Spazierengehen mit Senioren“ und „Kompetenzen bei Jugendlichen“ stärken. Die Wahl fiel auf die Förderung von Schüler*innen an weiterführenden Schulen im Projekt KLUG. Beim ersten Gespräch mit der Lehrerein Petra Gutsche an der Schule am Hexbachtal standen der Freiwilligen viele Fragen auf der Stirn, wie z.B. „Werden die Schüler*innen mich ernst nehmen, wo ich doch selbst gerade mit der Schule fertig bin?“ Doch schon nach den ersten Förderstunden war klar: für alle Beteiligten war es eine „Win-win-Situation“. Petra Gutsche erzählte, dass sie ganz beeindruckt war, dass Kathi Wahl sehr selbständig, völlig vorbehaltlos und mit viel Engagement die „Bestenförderung“ von fünf Schüler*innen in Englisch übernommen hat. Die Lehrerin konnte sich nun komplett um die Stärkung der schwächeren Schüler*innen kümmern.

Heute, nach drei Monaten regelmäßiger wöchentlicher Förderung, ist Petra Gutsche begeistert über die große Wirkung, die die Englischförderung der ehrenamtlichen Abiturientin auf die Schüler*innen hat. Kathi Wahl ist beliebt und geachtet, so dass weitere Schüler*innen gerne zu "Frau Wahl in die Englischförderung" möchten. Laut Petra Gutsche entwickeln manche Schüler*innen sogar merklich mehr Ehrgeiz in anderen Fächern. Kathi freut sich über das positive Feedback und schwärmt "Besonders schön waren ein paar Stunden, in denen wir ein englisches Theaterstück geprobt haben. Es war toll zu beobachten, wie die Schüler in andere Rollen schlüpften und ihr Englisch in den Dialogen verbesserten".

Nun weist sie aber auf das Ende ihrer ehrenamtlichen Aktivität hin, da sie gerade ihr Studium in Bonn beginnt. Schade ist es für die Schüler*innen von Petra Gutsche. Aber dies heißt, dass sich eine neue Chance für freiwillig engagierte Menschen bietet.