Dankeschön für bürgerschaftliches Engagement in der Aula der Realschule Stadtmitte

Gleich mehrere Projekte des Engagements von Jung und Alt wurden bei einer Veranstaltung der Realschule Stadtmitte mit einem Dankeschön gewürdigt. Sowohl Schüler*innen der Schule als auch Freiwilligen des Centrum für bürgerschaftliches Engagement (CBE), die sich in der Schule engagieren, erhielten ein persönliches Dankeschön für ihr freiwilliges Engagement. 

Die Realschule Stadtmitte hatte unter Federführung der Lehrerin Domenica Lünig zu einer Feierstunde in der Aula bei Kaffee, Kuchen und Musikprogramm eingeladen. Gefeiert wurden die Schüler*innen aus der AG „Step In – Beruf und Engagement ausprobieren“ und aus dem Projekt „Service Learning“.

Die erwachsenen Ehrenamtlichen aus dem Projekt „ZIEL“ ,das individuelle Förderung von Schüler*innen in Kleingruppen anbietet, aus dem Programm „Ausbildungspaten“, das Schüler*innen im Übergang von der Schule in den Beruf begleiten und dem Projekt „Perspektive Ausbildung“, das Schüler*innen Einblicke in die Berufswelt bietet, wurden geehrt. 

Während die Schüler*innen Zertifikate des CBE überreicht bekamen, hatte sich Domenica Lünig für die erwachsenen Ehrenamtlichen des CBE etwas ganz Besonderes ausgedacht. Jeder erhielt als Dankeschön für sein Engagement einen gestalteten Bilderrahmen.

Schüler*innen der 5. Jahrgangsstufe gestalteten die Feierstunde mit einer Vorführung im Becherstacking, einer Tanzchoreografie und einem Klavierkonzert. Die Schulleiterin Sabine Dilbat freute sich über die wachsende Vielfalt des Ehrenamts als Gewinn für die Schule. Michael Schüring, Geschäftsführer des CBE lobte die Engagementvielfalt und die gute Zusammenarbeit der Schule mit den verschiedenen CBE-Projekten. „Letztlich profitieren alle vom Engagement.“

Alter und Glück

Fotos: Volker Flecht

Altbürgermeister Dr. Wilhelm Knabe im Gespräch mit Ehrenamtlichen

Kaffee, Kuchen, Camera

Anlässlich der Wechselausstellung mit außergewöhnlichen Portraitfotos von Oliver Parviz Engel lud Marlies Rustemeyer mit Dr. Tobias Kaufhold am 2. März 2016 zum Kaffeeklatsch und philosophischem Gespräch in die Camera Obscura ein. Umrahmt von Fotos älterer Menschen aus dem asiatischen Raum, die eine große Zufriedenheit ausstrahlen, hielt Dr. Wilhelm Knabe eine inspirierende Rede über Alter und Glück und beeindruckte Ehrenamtliche aus dem ZIEL-Projekt mit seiner Lebendigkeit und Lebenseinstellung. Jörg Marx, Sozialplaner der Stadt Mülheim lobte ihn als Ermunterer und Ermutiger.

Zu den Fotos im Hintergrund: Aus  Nepal,  Oman,  Singapur,  Malaysia  und  der  Himalaya-Region kommen  die  Menschen,  die  der  Fotograf  Oliver-Parviz Engel  auf seinen  Reisen  durch  den  asiatischen  Raum  auf  besonders persönliche Weise in Fotografien festgehalten hat.

10 Jahre ZIEL-Projekt

Fotos: Volker Flecht

Ehrenamt der besonderen Art feiert Jubiläum

Was vor 10 Jahren mit einer Handvoll Ehrenamtler an der Max-Kölges-Schule begann, mauserte sich in 10 Jahren zu einem Projekt, das aus der Bildungslandschaft nicht mehr wegzudenken ist. 80 Ehrenamtliche haben in 10 Jahren Schüler mit ihrem Wissen und ihrer Qualifikation gestärkt und Talente gefördert. So mancher Schüler schaffte es hierdurch zu einem besseren Bildungsabschluss. Mehr als 40 Ehrenamtliche engagieren sich aktuell in der Max-Kölges-Schule, der Schule am Hexbachtal, der Realschule Stadtmitte und der Realschule Mellinghofer Straße für Schüler in diversen Projekten von der Mathematik- und Sprachförderung über Schach, Judo, Handball, Nähen, Malen und Yoga. Marlies Rustemeyer, die beim Centrum für bürgerschaftliches Engagement (CBE) das Projekt ZIEL zwischen Ehrenamt und Schule leitet, hatte zu einer Feier der Ehrenamtlichen, Ehemaligen und Schulkontaktpartner ins Lezginka eingeladen. Über vierzig Personen waren gekommen und erlebten ein buntes Programm.

Den Auftakt boten die Schülerinnen der Schule am Hexbachtal und ihrer Lehrerin Iris Plokarz-Clemens mit einer musikalischen Darbietung aus Tanz, Rhythmik, Trommeln und Gesang. Aus den eigenen Reihen spielten Dirk Jungbluth und Marlies Kasper Gitarre und begleiteten das ein oder andere gesungene Lied. Marlies Rustemeyer zeigte Bilder aus 10 Jahren. Michael Schüring, Geschäftsführer des CBE, lobte die erfolgreiche Arbeit  Marlies Rustemeyer‘s und hob die Begeisterung für ihr Projekt und ihre ehrenamtlichen Kursleiter und den guten Zusammenhalt hervor. „Sie ist kaum zu bremsen, wenn sie über die Ehrenamtlichen und ihre Fähigkeiten spricht.“ Frank Lenzing, Dipl. Ingenieur im Ruhestand, der als Ehrenamtler in der Realschule Stadtmitte Schüler in Mathematik fördert, drückte aus den Reihen des „Fußvolks“ Dank und Respekt aus. Lesen Sie hier die komplette Rede.

Die meisten freiwilligen Kursleiter engagieren sich über viele Jahre. Roland Schäfer, Diplom  Ingenieur i.R. und die ehemalige Fremdsprachenkorrespondentin Christa Held wurden als zwei der ganz treuen Ehrenamtlichen, die für ihr 10 jähriges Engagement in der Mathematik und Sprachförderung  gewürdigt. Ehrenamt ist wie ein Bumerang, es kommt immer etwas zurück.

13 Oskars für das Ehrenamt

Ein besonderer Dankeschön-Nachmittag für Ehrenamtliche in der Realschule Stadtmitte

Da staunten die Ehrenamtlichen des CBE nicht schlecht, als Ihnen im Rahmen einer Dankeschön-Feier von Schülern und Lehrern der Realschule Stadtmitte kleine „Oskars“ verliehen wurden.

Seit 4 Jahren engagieren sich Ehrenamtliche im Projekt ZIEL in der individuellen Förderung von Schülern, helfen ihnen dabei Lernziel zu erreichen und Defizite aufzuarbeiten. Nun sagten die Schüler persönlich für die geleistete Unterstützung „Danke“ und überreichten ihre Oscars unter anderem in den Rubriken Mathematik, Allrounder, Teamteaching, Nähen und Englisch.

Lehrerin Domenica Lünig hatte die Idee mit der Oscar-Verleihung. Nicht nur für die „Reichen und Schönen“  in Hollywood, sondern auch für die Zeitspender und Talentförderer in Mülheim an der Ruhr sollten diesmal Oscars verliehen werden. „Ich komme aus Moers. Und da gibt es solch ein Projekt wie ZIEL nicht. Das ist in ganz Deutschland einzigartig.“, freut sich die engagierte Lehrerin.

Schulleiterin Sabine Dilbat betonte, dass die zusätzliche Unterstützung durch Ehrenamtliche des CBE eine Bereicherung für die Schule und die Schüler sei. „Ihre ehrenamtliche Unterstützung ist so wichtig für unsere Kinder, weil Sie in kleinen Gruppen in einer ganz anderen Konzentration und Aufmerksamkeit mit unseren Kindern arbeiten können.“

Das ZIEL-Projekt entstand vor 10 Jahren als Bundesmodellprojekt für generationsübergreifendes Engagement und wurde über das Bundesfamilienministerium angestoßen. Aktuell engagieren sich 43 Ehrenamtliche in vier Schulen: der Max-Kölges-Schule, der Schule am Hexbachtal, der Realschule Mellinghofer Straße und der Realschule Stadtmitte.

Mit Angeboten vom Nähen, Schachspielen über Judo bis hin zur Mathematik-, Sprach- und Deutschförderung unterstützen sie Schüler auf vielfältige Art und Weise. Weitere Informationen zum Projekt erteilt die Projektleiterin Marlies Rustemeyer unter 970 68 22.

Schachspielen wie die Weltmeister

Schach in der Schule am Hexbachtal (Depedance Gathestraße)

20 Schülerinnen und Schüler setzen sich nach dem Unterricht noch mal auf die Schulbank und spielen Schach. Sie lernen, was eine Rochade ist. Das erklärt ihnen Günther Wrede, der ehrenamtlich im ZIEL-Projekt des CBE seine Schachkenntnisse an die wissbegierigen Jungen und Mädchen weitergibt.

 Mit Marlies Rustemeyer war er im Vorfeld durch die Klassen 5 – 7 gegangen, um für seine freiwillige AG am Nachmittag zu werben. Gerade lief die Schachweltmeisterschaft. Der 44 jährige Inder Wisnathan Anand spielte gegen den 23 jährigen Magnus Carlson. Einige Schüler wussten davon. Ganz schnell meldeten sich 50 Schüler zu der Schach AG an. Zwanzig kamen seither regelmäßig. Unterstützt wurde Günther Wrede von seinem Kollegen aus dem Dümptener Schachverein Friedel Meyer, der ihm tatkräftig bei den vielen Hilferufen unter die Arme griff.

Einige Schüler haben schon Schacherfahrung. Andere haben keinen blassen Schimmer und lernen von Anfang an. Da fallen Sätze wie: „Die Dame schützt den König, wir sprechen im Schach von einer Fesselung“ erklärt Günther Wrede. „Das einfachste und Beste wäre, du schützt den Bauern, dann kann gar nichts passieren. Die Bauern schützen sich jetzt gegeneinander.“

Es ergibt sich bei den „kriegerischen Zügen“ auf dem Schachfeld auch ein neckisches Miteinander im Klassenzimmer: „Du greiftst mich an? Frech!“, meint da Herr Wrede.  Schüler: „Ja, ich weiß.“  Für mich als Projektleiterin, die sich das konzentrierte Miteinander der Zweiergruppen beim Ziehen der Figuren von außen anguckt, sind das alles böhmische Dörfer. Man hört von Bauernkette und dass keiner so richtig angreifen kann. Wie geht das nochmal mit der Rochade? „ Wenn der gezogen hat, dann kannst du die beiden wechseln.“

Ich bewundere die Spielbegeisterung. Ob ich mich darauf einlassen könnte? Mehr Zeit müsste ich haben und natürlich Ausdauer. Die haben die Schachspieler schon einige Zeit bewiesen. „Die Dame ist abgehauen.“ Damit ist nicht die Frau Rustemeyer gemeint, sondern die Dame auf dem Spielfeld. Aber ich verabschiede mich ebenfalls und wünsche dem Spielleiter und seinen Schülern einen langen Atem.

Tunalelen - Ukulelen aus Thunfischdosen

Dirk Jungbluth, Schreinermeister und Gitarrenbauer baute ehrenamtlich mit Schülern der Max-Kölges-Schule Ukulelen aus Thunfischdosen. Ihm ging es nicht nur um Qualifizierung, sondern auch um Nachhaltigkeit und Recycling. Und das hat er fantastisch gemeistert. Aber er war auch ein Meister der  Akquise und konnte vielfältige Unterstützer beeindrucken, so auch die Unternehmensgruppe

Tengelmann, die 250 € für das Projekt spendete. Und durch seine fantastischen Musikerfreunde bekam die Präsentation der Tunalelen in der Aula der Max-Kölges-Schule einen ganz besonderen Touch. Nicht nur der Gitarrist Peter Kroll-Ploeger, sondern kein geringerer als der australische Gitarist Michael Fix begleiteten den Schulchor mit Gitarrenklängen. Michael Fix bekam von Dirk Jungbluth dabei eine Tunalele überreicht, die dieser zum Klingen brachte.

Das Projekt wurde von Anfang an durch Christine Stehle von stehle-teXt ebenfalls ehrenamtlich und intensiv begleitet. In der Max-Kölges-Schule fand es einen guten Resonanzboden.


Ihre Ansprechpartnerin:

Marlies Rustemeyer

0160 895 46 31
marlies.rustemeyer@ cbe-mh.de