Verantwortung lernen

Unter „Verantwortung Lernen“ - auch bekannt als social learning oder service learning - versteht man Projekte, in denen Schüler und Schülerinnen sich für das Gemeinwohl engagieren und dabei gleichzeitig Lerninhalte erarbeiten und verschiedene Kompetenzen erwerben.

Sternstunden (siehe auch Jahresbericht 2008) war eines der ersten Projekte mit diesem Schwerpunkt, die das CBE umsetzte. Neun Siebtklässler der Hauptschule Speldorf besuchten während eines ganzen Schuljahres einmal wöchentlich die BewohnerInnen des Seniorenheims Marienhof in direkter Nachbarschaft. Ein neues Projekt ist 2009 an der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Dümpten entstanden. Motiviert durch Zeitungsartikel über das Projekt Sternstunden kam Brigitte Walter-Böing, Lehrerin einer 8. Klasse, bereits im Sommer 2008 zu einem ersten Gespräch ins CBE.

Sie wollte die Idee Verantwortung Lernen auch an ihrer Schule umsetzen und als festen Bestandteil in den Unterricht integrieren. Nach circa einjähriger Vorbereitungszeit gibt es nun seit dem Schuljahresbeginn 2009 das Fach Bürgerschaftliches Engagement im Rahmen der sogenannten Ergänzungsstunden. Diese sind zwar Pflicht, die Wahl des Faches aber steht den SchülerInnen frei, und Freiwilligkeit ist eine wichtige Voraussetzung für bürgerschaftliches Engagement. Als Motiv für ihre Wahl nannten die Jugendlichen zum Beispiel: „Ich kann gut mit Menschen umgehen“, „Ich helfe meinen kleinen Geschwistern immer bei den Hausaufgaben“, oder: „Ich vermisse meine Oma und möchte gerne was mit alten Menschen machen.“ Dementsprechend trafen sie auch ihre Auswahl, in welche Einrichtung sie gehen möchten.
Mit dabei sind mehrere Grundschulen, an denen die Jugendlichen den Jüngeren am Nachmittag bei den Hausaufgaben helfen oder Freizeitangebote machen. Die Altentagesstätte Hügelstraße freut sich über zwei Jugendliche die sie bei ihren Angeboten unterstützen, genau wie das Wohnheim der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V.. In das Seniorenwohnheim auf dem Bruch gehen sogar vier SchülerInnen. Und auch ein Kindergarten und ein Jugendheim sind mit dabei, wobei alle Einrichtungen im selben Stadtteil wie die Schule liegen.

Die bisherige Bilanz ist so positiv, dass die geplanten Stunden in der Schule, die die Möglichkeit zum Austausch und der Lösung eventueller Schwierigkeiten bieten sollten, viel seltener als geplant stattfinden und die SchülerInnen statt dessen lieber in „ihre“ Einrichtung gehen. Die Lehrerin besucht die Jugendlichen regelmäßig an ihren Einsatzstellen und ist auch für die MitarbeiterInnen dort immer als Ansprechpartnerin da.

Das CBE steht Schulen oder anderen gemeinnützigen Einrichtungen, die ebenfalls Interesse an einem solchen Projekt haben, gerne als kompetenter Partner zur Verfügung!

Ansprechpartnerin:
Katharina Wehner
Tel.: 0208/97068-18
Fax: 0208/97068-19
E-Mail: katharina.wehner(at)cbe-mh(dot)de

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