5 Fragen zur Mülheimer Freiwilligenkarte

Karin Medenblik-Bruck ist bei verschiedenen Projekten ehrenamtlich tätig und Inhaberin der Mülheimer Freiwilligenkarte. Mit dieser Karte kann man in über 60 Geschäften, Firmen und städtischen Einrichtungen in Mülheim Preisermäßigungen in Anspruch nehmen. Die Karte ist ein Dankeschön an alle, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich engagieren.
Wir haben Frau Medenblik-Bruck fünf Fragen zur Freiwilligenkarte gestellt - ihre Antworten sollen Ihnen als zusätzliche Information über die Karte dienen:

In welchen Geschäften oder städtischen Einrichtungen nutzen Sie die Mülheimer Freiwilligenkarte? Kann man die Karte auch regelmäßig nutzen?

Ich selbst nutze sie überwiegend in der Gastronomie – es gibt eine Reihe von Cafés und Restaurants in Mülheim, die für die Karte Preisnachlässe gewähren. Natürlich kann man die Karte auch regelmäßig nutzen. Es gibt ja unter den teilnehmenden Unternehmen auch viele, deren Angebot man grundsätzlich regelmäßig in Anspruch nimmt, wie z.B. der Friseursalon oder das Fitness-Studio.

Welche Branchen (zum Beispiel) nehmen als Rabattgeber an der Mülheimer Freiwilligenkarte teil?

Eine Vielzahl von unterschiedlichen Dienstleistern, aber auch Fachhändler und städtische Einrichtungen. Vom Wellness-Studio zum Schlüsseldienst und vom Blumenhandel zum Optiker. Ein großer Baumarkt ist dabei, zwei Autohäuser und mehrere Apotheken. Der Branchenmix ist eigentlich so vielfältig, dass es sich irgendwann für jeden Karteninhaber lohnt, diese auch mal einzusetzen.

Wie hoch sind im Durchschnitt die Vergünstigungen? Lohnt es sich überhaupt, die Karte zu verwenden?

Natürlich sollte ich mir überlegen, ob es Sinn macht, für einen Rabatt von 5% einen Händler aufzusuchen, den ich nur mit dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen kann. Diesen Gedanken sollte ich mir aber grundsätzlich machen, wenn es irgendwo auf der grünen Wiese „Schnäppchen“ zu ergattern gibt. Finde ich unter den rabattgebenden Geschäften eines, das in meiner Nähe liegt, oder an dem ich ab und zu vorbeikomme, so lohnt sich der Einsatz der Karte auf jeden Fall - auch, wenn ich nur selten dort einkaufe. Außerdem sind viele der Geschäfte in der Stadtmitte ansässig, und da kommt jeder irgendwann mal hin.
Und übrigens, was die Rabatte angeht, so reichen diese von 5 über größtenteils 10 bis zu 20% im Fachhandel. Die Volkshochschule gibt 25% auf ihr Kursangebot, die Schwimmbäder 50% auf den Eintritt und das Kunstmuseum Alte Post gewährt freien Eintritt, also eine Ermäßigung von 100%.

Ist es Ihnen unangenehm, in einem Geschäft an der Kasse die Karte vorzuzeigen, um eine Vergünstigung in Anspruch zu nehmen – und wie reagieren die Geschäftsinhaber oder Angestellten, wenn Sie zur Bezahlung die Karte vorzeigen?

Die Teilnahme an der Freiwilligenkarte ist ein Dank von Unternehmen und Einrichtungen, die damit ihre persönliche Anerkennung für ehrenamtliches Engagement in Form eines Preisnachlasses auf ihre Waren oder Dienstleistungen zum Ausdruck bringen wollen. Viele warten förmlich darauf, dass jemand mit der Karte ihr Angebot in Anspruch nimmt. Für mich gibt es keinen Grund, peinlich berührt zu sein, wenn man ein solches Geschenk auch annimmt und nutzt. Und sollte es einmal vorkommen, dass Angestellte des Geschäftes noch nicht darüber informiert sind, dass ihr Unternehmen auf die Karte Nachlass gewährt, kann man sie ruhig darauf aufmerksam machen. Alle teilnehmenden Firmen und städtischen Einrichtungen haben „Freiwillig“-Aufkleber erhalten, die sie für die Kunden sichtbar im Schaufenster oder Kassenbereich platziert haben.

Wie beantragt man die Karte, und wie viel ehrenamtlichen Einsatz muss man nachweisen, um Anspruch darauf zu haben?

Um die Mülheimer Freiwilligenkarte zu erhalten, lässt man von der Einrichtung, bei der man ehrenamtlich tätig ist, ein entsprechendes Formular ausfüllen. Dieses ist beim CBE erhältlich, man kann es auch hier auf dieser Homepage herunterladen und ausdrucken. Dann gibt man es unterschrieben beim CBE ab und bekommt die Karte direkt ausgestellt.
Beantragen kann die Karte jeder, der innerhalb der letzten 2 Jahre mindestens 100 Stunden pro Jahr in Mülheim ehrenamtlich tätig war. Das entspricht etwa zwei Stunden Einsatz pro Woche.

Vielen Dank für das Gespräch und viel Freude beim Einsatz Ihrer Freiwilligenkarte, und natürlich auch weiterhin viel Begeisterung in Sachen Ehrenamt, Frau Medenblik-Bruck!

Antragsformular für die Mülheimer Freiwilligenkarte (PDF)

Übersicht der Unternehmen und Einrichtungen und ihrer Ermäßigungen (PDF)

Die Freiwilligenkarten

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